Namensgebung - aus Freundschaft zum Hund

VENSKAB, aus dem Dänischen für FREUNDSCHAFT

CANIS, aus dem Lateinischen für HUND

Jule Bockwoldt-Stammen

Wenn mein erster Hund, der bei mir einzog, als ich 21 Jahre alt war, mich heute beschreiben müsste, würde er seine Geschichte vielleicht so erzählen:

„Hi, ich bin Benji.
Ein schokobrauner Labradorrüde, kastriert. Wild, verrückt und manchmal auch ein bisschen wahnsinnig. Und das ist meine Geschichte mit Jule.

Ganz ehrlich: Ich glaube, bei meiner Anschaffung hat sie nicht lange überlegt.
Keine große Recherche, keine lange Suche. Sie hat mich im Internet gesehen, ist losgefahren, wir haben uns angeschaut – und es war sofort klar: Ich komme mit.

So beginnt also eine gut geplante Entscheidung.

Von Anfang an sind wir gemeinsam in die Hundeschule gegangen. Jule war engagiert, wir hatten viel Spaß und haben eine Menge gelernt. Doch als ich etwa eineinhalb Jahre alt war, zog – aus welchen Gründen auch immer – das Herrchen aus. Und plötzlich war alles anders.

Von da an waren wir allein.

Mit dieser Veränderung änderte sich auch unser Alltag. Regeln, die vorher selbstverständlich waren, verschwanden. Plötzlich durfte ich auf die Couch, in ihr Bett und viele Entscheidungen selbst treffen. Ich glaube, Jule wollte nicht mehr so streng sein, weil ich nun viel mehr Zeit alleine verbringen musste.

Am Anfang fühlte sich das ziemlich gut an. Doch mit der Zeit wurde ich unsicher. Ich wusste nicht mehr genau, was von mir erwartet wurde. Also begann ich, Menschen anzubellen. Auf andere Hunde hatte ich auch keine große Lust mehr. Stattdessen übernahm ich eine neue Aufgabe: Ich beschützte Jule und unser Zuhause.

Irgendjemand musste diesen Job schließlich übernehmen.

Irgendwann bekam ich einen Maulkorb. Darüber war Jule in dieser Zeit oft traurig.
Es kam der Tag, da sagte jemand zu ihr, wir würden nicht mehr zusammenpassen und entweder müsste sie sich verändern – oder sie müsste mich abgeben, denn so sagte er, sie würde mir nicht gut tun.

Zu diesem Zeitpunkt war ich etwa drei Jahre alt.

Wer Jule kennt, weiß: Diese Möglichkeit gab es für sie nicht.
Aufgeben war nie eine Option.

Stattdessen veränderte sie ihr Leben. Sie wechselte ihren Job, und von diesem Moment an wurde vieles leichter. Wir waren nun jeden Tag gemeinsam unterwegs.

Rückblickend glaube ich, dass sie oft ein schlechtes Gewissen hatte, weil ich zuvor so viel allein gewesen war. Vielleicht versuchte sie deshalb, in unserer gemeinsamen Zeit besonders liebevoll zu sein, nur war das für mich unverständlich. Ich bin ein Hund.

Aber vor allem begannen wir wieder zu trainieren. Wir probierten aus, machten Fehler und lernten dazu. Jule ist schließlich ein Mensch – sie konnte es damals nicht besser wissen.

Doch sie tat etwas Entscheidendes:
Sie hörte mir zu.

Mit der Zeit lernten wir, uns gegenseitig zu respektieren – so, wie wir sind:
Sie als Mensch.
Und ich als Hund.

Sie begann, meine hündischen Bedürfnisse wirklich zu verstehen und zu erfüllen. Und dadurch konnte auch ich ihr geben, was sie wollte: einen treuen Freund an ihrer Seite.

Als ich etwa fünf Jahre alt war, hatte sich vieles verändert.
Der Maulkorb war verschwunden, die Leine wurde überflüssig. Menschen waren wieder etwas Großartiges – ganz so, wie es sich für einen echten Labrador gehört. Selbst das kleine menschliche Wesen, das inzwischen neugierig meinen Hundekorb untersuchte, war völlig in Ordnung. Genauso wie meine Hundefreunde.

Mein Leben wurde wieder leicht und entspannt.
Und so blieb es – bis zu meinem letzten Tag."

 

Was mich mein erster Hund gelehrt hat

Fehler passieren.
Wege verlaufen nicht immer gerade.
Und manchmal brechen Brücken ein.

Doch Aufgeben war für uns nie eine Option.

Mein erster Hund war nicht nur mein Begleiter.
Er war mein Lehrer.

Er hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, Hunde wirklich zu verstehen, ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen und Verantwortung zu übernehmen.

Diese Erfahrungen prägen bis heute meine Arbeit und meinen Umgang mit Hunden und ihren Menschen.

Benji war mein Freund, mein Begleiter – und mein wichtigster Lehrmeister.

Das bin ich heute

Hi, ich bin Jule

40 Jahre alt, zertifizierte Hundetrainerin, leidenschaftliche Hundeführerin, Mutter, Ehefrau.

 

Was ist mir wichtig
 

Authentizität, Ehrlichkeit, Respekt, Vertrauen, klare Kommunikation, Leichtigkeit und der Wald.

 

Damit die Verbindung zwischen Mensch und Hund unkompliziert sein kann, auf Vertrauen und Verlässlichkeit beruht und Sicherheit gibt, ist es wichtig, dass klare Kommunikation die Basis ist und der Mensch seinen Hund zu verstehen weiß. Aus eigener Erfahrung, was einem der eigene Hund über sich und die Freundschaft zwischen Mensch und Tier beibringen kann, habe ich meine Passion gefunden. Mein Ziel ist es, euch ein Teil dessen sein zu lassen.

Möchtest auch du deinen Hund verstehen lernen?

Dann schreib mir gern.

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